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Funktionelle Lebensmittel – was ist das eigentlich?

 

Generell macht die Bezeichnung „funktionell“ zunächst einmal deutlich, dass diese Lebensmittel bestimmte Funktionen des Körpers günstig beeinflussen sollen.

Den funktionellen Produkten werden also zusätzliche Wirkungen zugeschrieben, welche über den reinen Zweck der Ernährung, nämlich der Sättigung und

Nährstoffzufuhr, hinausgehen. Funktionelle Lebensmittel stellen insgesamt eher ein Konzept denn eine deutlich definierte Produktgruppe dar, und es existiert

keine einheitliche Definition und Abgrenzung gegenüber konventionellen Lebensmitteln, Nahrungsergänzungsmitteln, Naturheil- und Arzneimitteln.

 


Im Allgemeinen können funktionelle Lebensmittel in ihrer Wirkung auf die Zielfunktionen von Wachstum, Entwicklung und Differenzierung, Stoffwechsel von

Makronährstoffen, Abwehr reaktiver Oxidantien, Herz-Kreislauf-System, Physiologie des Magen-Darm-Trakts, sowie auf Verhalten, Stimmung, geistige und

körperliche Leistungsfähigkeit abzielen.


Zum Einsatz kommen dabei überwiegend Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Probiotika, Prebiotika, strukturierte Lipide, mehrfach ungesättigte

Fettsäuren, Fettersatz- und Fettaustauschstoffe, bioaktive Peptide, Mineralstoffe und Spurenelemente als relevante Bestandteile der funktionellen Lebensmittel.

Die am häufigsten in den Regalen zu findenden Endprodukte sind dabei letztendlich meist probiotische Lebensmittel, die einen positiven Einfluss auf die

Darmflora ausüben sollen, und bei denen es sich in vielen Fällen um Joghurt, Käse, Fruchtsäfte oder Müsli handelt, welche beispielsweise mit Lactobacillus

casei, Lactobacillus acidophilus oder Lactobacillus bifidus versetzt worden sind. Weiterhin finden sich ACE-Getränke und Gemüsemischungen mit

Antioxidantien, welche die schädigende Wirkung von freien Radikalen mindern sollen, sowie Joghurt und Müsli mit Präbiotika, mit denen das Überleben der

probiotischen Bakterien im Darm verbessert werden soll. Margarine und einige Milchprodukten werden mit Phytosterinen versetzt, bei denen es sich um

sekundäre Pflanzenstoffe handelt, welche Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen und den Cholesterinspiegel senken sollen.

 

Auch verschiedenen Lebensmitteln mit Omega-3-Fettsäuren werden diese Wirkungen zugeschrieben. Weiterhin finden sich funktionelle Lebensmittel in Form

von Energydrinks, Wellnessprodukten und isotonischen Sportgetränken auch vermehrt in der gesundheitsbewussten Sport- und Lifestylebranche wieder.

 

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